Seit über 30 Jahren - man kann also bereits von einem etablierten Gemeinschafts-Brauch sprechen – werden unter den Arkaden vom Salzburger Heimatwerk von Jung und Alt Palmbuschen wieder selber gebunden. Der Erlös wird einem karitativen Zweck zugeführt.
Unter fachkundiger Anleitung der Flachgauer Landjugend, die wissen, wie’s geht, werden Palmkätzchen, Stechpalme, Zeder, Wacholder, Segen, Buchs und Eibe mit einer Felbergerte (gespaltene Weidenrute) zu einem Buschen gebunden, auf einen Haselnuss-Stecken gesteckt und mit bunten Palmscharten und frischen Palmbrezen geschmückt. Der Palmbuschen wird somit zu einem ganz persönlichen, christlichen Segenssymbol, dem nach der Palmweihe besondere Schutz- und Abwehrkräfte zugeschrieben werden. Die Tradition des Palmbuschens geht jedoch bis ins 6. Jahrhundert zurück und soll Segen für Haus und Flur bringen. Deshalb findet man die Gestecke sowohl im Haus, als auch im Garten, am Feld oder im Stall. Bei manchen kommt ein kleiner Teil des Palmbuschens auch noch zu Weihnachten beim Räuchern zum Einsatz. Auch bei Unwetter landen schon mal ein paar Zweige im Holzofen um einen zusätzlichen Schutz zu erbitten.